· von Emre Meral
Google-Bewertungen sammeln: So fragen Salzburger Betriebe richtig
Zufriedene Kunden bewerten selten von selbst. Wie Sie im Alltag freundlich um Google-Bewertungen bitten, ohne aufdringlich zu wirken, und was verboten ist.
Fast jeder Betrieb kennt das: Die Kunden sind zufrieden, bedanken sich, kommen wieder. Aber auf Google stehen nur eine Handvoll Bewertungen, und eine davon ist ausgerechnet die eine verärgerte von vor zwei Jahren.
Das liegt nicht daran, dass Ihre Kunden Sie nicht mögen. Es liegt daran, dass zufriedene Menschen selten von selbst bewerten. Wer verärgert ist, schreibt. Wer zufrieden ist, geht nach Hause. Wenn Sie mehr Bewertungen wollen, müssen Sie darum bitten.
Warum Bewertungen so viel Gewicht haben
Wer in Salzburg nach einem Friseur, einem Lokal oder einem Handwerker sucht, sieht oft zuerst die Kartenansicht von Google: ein paar Betriebe, jeweils mit Sternen und der Anzahl der Bewertungen. Noch bevor jemand Ihre Website öffnet, hat er sich ein Bild gemacht.
Bewertungen sind dabei zweierlei: ein Vertrauenssignal für Menschen und ein Hinweis für Google, dass Ihr Betrieb aktiv ist und Kunden hat. Laut Google selbst fließen Anzahl und Bewertung in die lokale Sichtbarkeit ein. Ein Profil mit vielen aktuellen, ehrlichen Bewertungen wirkt lebendig. Eines mit wenigen alten wirkt verlassen.
Der beste Moment zum Fragen
Der richtige Moment ist, wenn der Kunde gerade zufrieden ist. Nicht eine Woche später per E-Mail, sondern direkt:
- Im Barbershop, wenn der Kunde in den Spiegel schaut und lächelt.
- Im Lokal, wenn sich der Gast beim Zahlen für den schönen Abend bedankt.
- Im Handwerk, bei der Übergabe, wenn das neue Bad oder die neue Küche fertig ist.
- Im Geschäft, wenn jemand sagt, dass er genau das Richtige gefunden hat.
Ein einfacher Satz genügt: „Freut mich, dass es Ihnen gefallen hat. Würden Sie uns das auf Google schreiben? Das hilft uns sehr." Die meisten Menschen helfen gern, wenn man sie persönlich und freundlich fragt.
Machen Sie es so einfach wie möglich
Jeder zusätzliche Schritt kostet Bewertungen. Wer erst Ihr Profil suchen muss, gibt oft auf. Deshalb:
- Den direkten Link nutzen. Im Google Business Profil finden Sie einen Link, der direkt zum Bewertungsfenster führt. Diesen Link brauchen Sie.
- Einen QR-Code daraus machen. Auf einem kleinen Aufsteller an der Kasse, auf der Rechnung, auf der Visitenkarte, auf dem Tisch.
- Den Link nach dem Termin schicken. Wenn Sie ohnehin per Nachricht Termine bestätigen, passt ein kurzer Dank mit dem Link gut dazu.
Was Sie nicht tun sollten
Hier wird es wichtig, denn manche gut gemeinten Ideen verstoßen gegen die Richtlinien von Google:
- Keine Gegenleistung. Rabatte, Getränke oder Gutscheine für eine Bewertung sind nicht erlaubt.
- Nicht nur die Zufriedenen fragen. Bewertungen gezielt nur bei denen einzuholen, von denen man eine gute erwartet, verbietet Google ebenfalls. Fragen Sie alle gleich.
- Keine gekauften oder selbst geschriebenen Bewertungen. Google entfernt solche Bewertungen, und im schlimmsten Fall leidet das ganze Profil. Kunden erkennen sie außerdem oft.
Ehrliche Bewertungen wachsen langsam. Dafür bleiben sie.
Jede Bewertung beantworten
Eine Bewertung ist der Anfang eines Gesprächs. Bedanken Sie sich für gute Bewertungen kurz und persönlich, nicht mit demselben Satz unter jeder. Auf kritische Bewertungen antworten Sie ruhig und sachlich, bieten eine Lösung an und bleiben höflich, auch wenn es schwerfällt. Wer Ihr Profil liest, achtet oft mehr auf Ihre Antwort als auf die Kritik selbst.
Ein Plan für die nächsten vier Wochen
- Den Bewertungslink aus dem Google-Profil kopieren und einen QR-Code erstellen.
- Den Code dort platzieren, wo Kunden zufrieden sind: Kasse, Tisch, Rechnung.
- Im Team einen Satz vereinbaren, mit dem alle fragen.
- Jede neue Bewertung innerhalb weniger Tage beantworten.
Wie icmedia das angeht
Als Social Media Agentur in Salzburg betreuen wir Ihre Kanäle so, dass sie zusammenarbeiten: Instagram, TikTok und der Auftritt, über den Sie lokal gefunden werden. Bewertungen gehören dazu, denn sie sind oft der erste Eindruck, den jemand von Ihnen bekommt. Weitere Tipps zum Google-Profil finden Sie im Blog, Beispiele unserer Arbeit bei den Referenzen.
