· von Emre Meral
Logo für Gründer: Was Sie vor dem ersten Entwurf klären sollten
Ein Logo entsteht nicht am Zeichentisch, sondern in den Fragen davor. Was Gründerinnen und Gründer klären sollten, bevor der erste Entwurf entsteht.
Wer einen Betrieb gründet, hat tausend Dinge im Kopf: Räume, Gewerbeanmeldung, Einrichtung, Personal. Das Logo kommt oft irgendwo dazwischen. Ein Bekannter macht schnell etwas, oder man probiert selbst ein paar Varianten aus. Hauptsache, es steht etwas auf dem Schild.
Das Problem zeigt sich später. Das Zeichen passt nicht aufs Profilbild, wirkt auf der Schürze verloren oder sieht in einem Jahr schon aus wie von gestern. Dann wird geändert, und jede Änderung kostet Wiedererkennung.
Die gute Nachricht: Die meisten dieser Probleme lassen sich vermeiden, bevor der erste Strich gezeichnet ist. Mit ein paar ehrlichen Antworten auf ein paar einfache Fragen.
Frage 1: Wofür stehen Sie?
Nicht in einem Werbesatz, sondern in Ihren eigenen Worten. Was soll jemand denken oder fühlen, wenn er Ihren Betrieb betritt? Gemütlich oder modern? Traditionell oder mutig? Hochwertig oder unkompliziert?
Wählen Sie drei Wörter. Sie werden zur Richtschnur für alles, was folgt. Ein Logo für „bodenständig, ehrlich, regional" sieht anders aus als eines für „präzise, klar, modern".
Frage 2: Für wen machen Sie das?
Wer sind die Menschen, die bei Ihnen kaufen, essen, buchen sollen? Junge Leute aus der Stadt, Familien aus dem Umland, Gäste aus dem Ausland, Firmenkunden? Ein Zeichen muss nicht allen gefallen. Es muss die Richtigen ansprechen.
Frage 3: Wie unterscheiden Sie sich?
Schauen Sie sich die Betriebe in Ihrer Branche und Ihrer Gegend an. Welche Farben, welche Schriften, welche Zeichen sieht man überall? Wenn alle Barbershops schwarz-gold sind und alle Bio-Läden grün, kann genau dort die Chance liegen, anders zu sein, ohne beliebig zu wirken.
Frage 4: Wo wird das Logo überall zu sehen sein?
Das ist die praktischste und oft vergessene Frage. Ein Logo muss nicht nur auf dem Bildschirm gut aussehen, sondern überall, wo es auftaucht:
- Als kleines Profilbild auf Instagram, TikTok und Google, wo es nur wenige Millimeter groß ist.
- Auf der Fassade oder dem Schild, aus der Entfernung gesehen.
- Auf Kleidung, also Shirts, Schürzen, Kappen, gestickt oder gedruckt.
- Auf Verpackung, Speisekarte, Visitenkarte, Rechnung.
- Auf Fahrzeugen, falls Sie unterwegs sind.
Je mehr dieser Orte dazukommen, desto einfacher und klarer sollte das Zeichen sein. Feine Details und viele Farben verlieren sich schnell.
Ein gutes Logo besteht im Profilbild genauso wie an der Hauswand.
Frage 5: Wie soll es in fünf Jahren wirken?
Trends sind verlockend. Was heute überall zu sehen ist, wirkt in ein paar Jahren schnell veraltet. Fragen Sie sich bei jedem Entwurf: Würde ich das auch in fünf Jahren noch auf mein Schild schreiben? Zeitlose Grundformen und eine klare Schrift halten länger als jeder Effekt.
Was Sie mitbringen sollten
Bevor Sie mit jemandem über Ihr Logo sprechen, lohnt es sich, Folgendes zusammenzutragen:
- Ihre drei Wörter.
- Eine kurze Beschreibung Ihrer Kundschaft.
- Ein paar Beispiele von Marken, die Ihnen gefallen, auch aus anderen Branchen, und kurz, warum.
- Eine Liste der Orte, an denen das Logo auftauchen wird.
Mit diesen Antworten wird aus einem Gespräch über Geschmack ein Gespräch über Ihren Betrieb. Und die Entwürfe treffen von Anfang an viel genauer.
Wie icmedia das angeht
Bei Branding & Logo Design beginnen wir genau mit diesen Fragen: Wer Sie sind, für wen Sie da sind und wo Ihre Marke bestehen muss. Daraus entstehen mehrere echte Entwurfsrichtungen, dazu Farben, Schrift, Varianten für hell, dunkel und einfarbig, Vorlagen für Social Media und auf Wunsch bedruckte Kleidung mit dem neuen Zeichen.
Wenn mit dem Logo auch der Start in Social Media und eine Website anstehen, finden Sie das in unseren Leistungen. Beispiele für Marken, die wir von null aufgebaut haben, sehen Sie bei den Referenzen.
