· von Emre Meral
Welche Logo-Datei wofür: Vom Profilbild bis zur Fahrzeugfolie
SVG, PNG oder JPG? Welche Logo-Datei Sie wofür brauchen, warum der Werbetechniker nach Vektoren fragt und woran man ein unvollständiges Logo-Paket erkennt.
Der Werbetechniker braucht das Logo für die Fahrzeugbeschriftung. Sie suchen im Mailverlauf, finden ein Bild aus einer WhatsApp-Nachricht und schicken es hin. Zurück kommt: „Haben Sie das als Vektor?" — und Sie wissen nicht, was gemeint ist.
Das passiert jede Woche irgendwo. Dabei ist die Sache überschaubar: Es gibt zwei Arten von Logo-Dateien und eine Handvoll Fassungen. Wer das einmal sortiert hat, sucht nie wieder.
Zwei Arten, nicht zwanzig
Vektor heißt: Das Logo ist als Form beschrieben, nicht als Bild. Es lässt sich beliebig vergrößern — vom Visitenkartenaufdruck bis zur Hausfassade — ohne unscharf zu werden. Die Dateien heißen SVG, EPS, AI oder PDF.
Pixel heißt: Das Logo ist ein Raster aus Bildpunkten. Vergrößert man es über seine Größe hinaus, wird es weich und ausgefranst. Die Dateien heißen PNG, JPG oder WEBP.
Daraus folgt die wichtigste Regel: Für alles, was gedruckt, geschnitten oder geklebt wird, braucht es Vektor. Für alles, was auf einem Bildschirm erscheint, genügt Pixel — und ist oft sogar praktischer.
Welche Datei wohin gehört
- Profilbild bei Instagram, Facebook, Google — PNG, quadratisch, mit Rand um das Zeichen. Die Plattformen schneiden rund zu; was zu nah am Rand sitzt, wird abgeschnitten.
- Website — SVG, wenn möglich. Es ist winzig, bleibt auf jedem Bildschirm scharf und lädt schneller als jedes Bild.
- Werbetechnik, Folien, Schilder, Stickerei — SVG, EPS oder PDF. Immer mit dem Hinweis, in welcher Farbe gedruckt wird.
- Flyer, Speisekarte, Inserat — PDF oder EPS an die Druckerei, nie ein Bildschirmfoto von der Website.
- E-Mail-Signatur — PNG mit durchsichtigem Hintergrund, klein gehalten. Große Dateien landen eher im Spam.
- Office-Dokumente, Angebote, Rechnungen — PNG. Word und Excel kommen mit SVG nur eingeschränkt zurecht.
Durchsichtig oder weiß — der häufigste Fehler
Ein JPG kann keinen durchsichtigen Hintergrund. Deshalb sitzt ein JPG-Logo auf einem dunklen Foto in einem weißen Kasten. Dasselbe Logo als PNG steht frei.
Dazu kommt die zweite Fassung, die oft fehlt: Ein dunkles Logo verschwindet auf dunklem Grund. Zu einem vollständigen Paket gehören deshalb immer mindestens zwei Fassungen — eine für helle Hintergründe, eine für dunkle. Bei Zeichen mit kräftigen Farben kommt eine einfarbige Fassung dazu, für Stempel, Gravuren oder einfarbigen Druck.
Wenn Sie Ihr Logo schon einmal in einem weißen Kasten auf einem Foto gesehen haben, fehlte nicht das Logo, sondern die passende Datei.
Woran Sie ein vollständiges Paket erkennen
Nach einer Logo-Gestaltung sollten Sie diese Dinge in der Hand haben:
- Vektordateien in allen gelieferten Fassungen,
- PNG-Dateien mit durchsichtigem Hintergrund, in mehreren Größen,
- eine Fassung für helle und eine für dunkle Hintergründe,
- die Farbwerte, und zwar für Bildschirm und für Druck getrennt,
- einen Hinweis, wie viel Abstand das Zeichen braucht und wie klein es noch verwendet werden darf.
Fehlt davon etwas, holen Sie es nach, solange der Kontakt frisch ist. Ein Logo ohne Vektordatei lässt sich später nur nachbauen, und das kostet mehr als die Nachfrage heute.
Ordnung, die hält
Legen Sie einen Ordner „Logo" an, in dem alles liegt — nicht verstreut über Mailanhänge und Chatverläufe. Darin drei Unterordner: Druck, Bildschirm, Vorlagen. Wer im Team etwas braucht, bekommt den Ordner, nicht ein einzelnes Bild aus einer alten Nachricht.
Und: Schicken Sie nie das Profilbild weiter, wenn jemand nach dem Logo fragt. Es ist beschnitten, klein und für genau einen Zweck gemacht.
Wie icmedia liefert
Bei Branding und Logo Design gehört das Paket zur Arbeit dazu: Vektor- und Pixeldateien, Fassungen für hell und dunkel, Farbwerte für Bildschirm und Druck und ein kurzer Leitfaden, der sagt, was wohin gehört. Dazu Vorlagen für Beiträge, Speisekarten oder Beschriftungen, damit Ihr Team selbst weiterarbeiten kann, ohne bei jedem Aushang nachzufragen.
Wie das bei anderen Betrieben aussieht, sehen Sie unter Referenzen.
