· von Emre Meral
Retargeting einfach erklärt: Wer Sie schon kennt, kommt wieder
Die meisten Besucher fragen beim ersten Mal nicht an. Wie Retargeting auf Instagram und Facebook sie später freundlich erinnert und worauf Sie achten sollten.
Jemand sieht Ihr Reel, schaut sich Ihr Profil an, öffnet vielleicht sogar die Website. Und dann? Nichts. Die Person war interessiert, aber gerade abgelenkt, unterwegs oder noch nicht so weit. Eine Woche später hat sie Sie vergessen.
Das ist der Normalfall, nicht die Ausnahme. Kaum jemand bucht, reserviert oder fragt beim allerersten Kontakt an. Genau hier setzt Retargeting an.
Was Retargeting ist
Retargeting heißt übersetzt ungefähr „erneut ansprechen". Gemeint sind Anzeigen, die gezielt Menschen gezeigt werden, die schon einmal Kontakt mit Ihrem Betrieb hatten. Zum Beispiel:
- Menschen, die ein Video von Ihnen angesehen haben,
- Menschen, die mit Ihrem Instagram- oder Facebook-Profil interagiert haben,
- Menschen, die Ihre Website besucht haben, sofern die Messung dafür eingerichtet und die Zustimmung der Besucher eingeholt ist.
Statt Fremde anzusprechen, erinnern Sie die, die Sie bereits kennen.
Warum das gerade für kleine Betriebe sinnvoll ist
Werbung für völlig Unbekannte ist mühsam. Die Menschen wissen nicht, wer Sie sind, und müssen erst überzeugt werden. Wer Sie schon einmal gesehen hat, ist einen Schritt weiter. Er kennt Ihr Lokal, Ihren Laden, Ihr Gesicht. Eine Erinnerung zur richtigen Zeit reicht oft, damit aus Interesse eine Handlung wird.
Dazu kommt: Diese Zielgruppe ist bei einem lokalen Betrieb klein. Das macht Retargeting überschaubar. Sie erreichen nicht ganz Österreich, sondern die Menschen in Salzburg und Umgebung, die sich schon für Sie interessiert haben.
Was in eine Retargeting-Anzeige gehört
Eine Anzeige für Menschen, die Sie bereits kennen, sollte anders aussehen als eine für Fremde:
- Nicht noch einmal vorstellen. Die Person weiß, wer Sie sind. Zeigen Sie lieber, was sie noch nicht gesehen hat: ein anderes Gericht, ein Ergebnis, einen Blick hinter die Kulissen.
- Einen konkreten Anlass geben. Ein neuer Termin frei, das Mittagsmenü der Woche, ein Angebot mit Zeitraum. Ein Grund, jetzt zu handeln.
- Einwände ausräumen. Wer gezögert hat, hatte vielleicht eine Frage: Wie lange dauert das? Wo parke ich? Kann ich online buchen? Eine kurze Antwort im Video oder Text hilft.
- Einen einfachen Weg anbieten. Direkt zur Buchung, zur Reservierung, zum Formular. Nicht auf die allgemeine Startseite.
Das richtige Maß
Retargeting kann auch nerven. Wer dieselbe Anzeige zum zehnten Mal sieht, fühlt sich verfolgt statt erinnert. Deshalb gilt:
- Mehrere Motive abwechseln, statt eines ständig zu wiederholen.
- Die Häufigkeit begrenzen, damit niemand Sie täglich sieht.
- Wer schon gebucht hat, wird ausgeschlossen. Nichts ist ärgerlicher als Werbung für etwas, das man gerade gekauft hat.
- Nach einer Weile aufhören. Wer nach einigen Wochen nicht reagiert hat, braucht keine weitere Erinnerung.
Gutes Retargeting fühlt sich an wie ein freundliches „Schön, Sie wiederzusehen", nicht wie jemand, der Ihnen hinterherläuft.
Datenschutz von Anfang an
Damit Website-Besucher wiedererkannt werden können, braucht es eine Messung auf der Website, und die erfordert in Österreich die Zustimmung der Besucher über das Cookie-Banner. Retargeting über Video- und Profil-Interaktionen innerhalb von Instagram und Facebook funktioniert dagegen ohne eigene Messung auf Ihrer Seite. Beides sollte sauber eingerichtet und in der Datenschutzerklärung beschrieben sein.
Voraussetzung: Es gibt etwas zum Erinnern
Retargeting funktioniert nur, wenn vorher Menschen auf Sie aufmerksam geworden sind. Ein Kanal mit regelmäßigen Videos und Beiträgen ist deshalb die Grundlage. Je mehr Menschen Ihre Inhalte sehen, desto größer wird die Gruppe, die Sie später erinnern können.
Wie icmedia das angeht
Bei Paid Ads bauen wir Zielgruppen und Retargeting für Instagram, Facebook und TikTok auf, mit Ausschlüssen, die Budget sparen, und Motiven aus eigener Produktion in Salzburg. Die Kampagnen laufen in Ihren Werbekonten, und im Monatsreport sehen Sie, was sie an Anfragen gebracht haben. Die Inhalte, die Menschen überhaupt erst auf Sie aufmerksam machen, entstehen bei unserem Social Media Management.
